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Die Märchen von Beedle dem Barden

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Die Märchen von Beedle dem Barden

Beitrag von Admin am Sa Mai 09, 2015 6:20 pm

Dieses Buch ist nur eine Abschrift des Buches:

Titel: Die Märchen von Beedle dem Barden
Autor: Joanne K. Rowling
Verlag: Carlsen
ISBN: 978-3-551-35926-1
Preis: D - 6, 95 €

Sollte es Probleme damit geben, dass ich das Buch hier veröffentliche dann nehme ich es sofort wieder raus!


Zuletzt von Admin am Fr Jul 03, 2015 10:59 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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DER ZAUBERER UND DER HÜPFENDE TOPF

Beitrag von Admin am So Mai 10, 2015 4:48 pm

Es war einmal ein gütiger alter Zauberer, der seine magischen Kräfte großzügig und weise zum Wohle seiner Nächsten gebrauchte. Den wahren Ursprung seiner Macht offenbarte er nicht, vielmehr tat er so, als würden seine Tränke, Zaubersprüche und Gegengifte gebrauchsfertig aus dem kleinen Kessel springen, den er seinen Glückskochtopf nannte. Die Menschen kamen mit ihren Sorgen meilenweit von überall her zu dem Zauberer, und er rührte mit Vergnügen in seinem Topf und richtete die Dinge wieder.
Dieser vielgeliebte Zauberer erreichte ein beträchtliches Alter, dann starb er und hinterließ all sein Hab und Gut seinem einzigen Sohn. Dieser Sohn war von ganz anderer Wesensart als sein sanftmütiger Vater. Wer nicht zaubern konnte, war seiner Meinung nach wertlos, und er hatte oft über seines Vaters Gepflogenheit geklagt, den Nachbarn magische Hilfe zu leisten.´
Nach dem Tod des Vaters fand der Sohn, verborgen in dem alten Kochtopf, ein kleines Bündel, das seinem Namen trug. In der Hoffnung auf Gold öffnete er es, doch er fand stattdessen einen weichen, dicken Pantoffel darin, viel zu klein, um ihn zu tragen, und ohne den dazugehörigen zweiten. Auf einem Stück Pergament in dem Pantoffel standen die Worte: »In der kühnen Hoffnung, dass du ihn nie brauchen wirst, mein Sohn«.
Der Sohn verfluchte den altersschwachen Geist seines Vaters, dann warf er den Pantoffel in den Kessel zurück und beschloss, diesen fortan als Kehrichteimer zu verwenden.
In derselben Nacht klopfte eine Bauersfrau an die Haustür.
»Meine Enkeltochter ist von zahlreichen Warzen geplagt, Herr«, sagte sie. »Euer Vater hat früher immer einen heilenden Brei in diesem alten Kochtopf angerührt -«
»Scher dich fort!«, schrie der Sohn. »Was kümmern mich die Warzen von deinem Gör?«
Und er schlug der Alten die Tür vor der Nase zu.
Sogleich war aus der Küche ein lautes Klirren und Klappern zu hören. Der Zauberer entzündete seinen Zauberstab und öffnete die Tür, und da sah er zu seinem Erstaunen den alten Kochtopf seines Vaters: Ihm war ein einzelner Fuß aus Messing gewachsen, und er hüpfte mitten auf dem Boden auf und ab und machte einen schrecklichen Lärm auf den Steinfliesen. Verwundert trat der Zauberer näher, wich jedoch hastig zurück, als er sah, dass der Topf über und über mit Warzen bedeckt war.
»Ekelhaftes Ding!«, schrie er und versuchte zunächst, den Topf verschwinden zu lassen, dann, ihn durch einen Zauber zu reinigen, und schließlich, ihn aus dem haus zu treiben. Doch keiner von seinen Zaubern wirkte, und er konnte nicht verhindern, dass der Topf hinter ihm herhüpfte, als er die Küche verließ, und ihm dann hinauffolgte bis zu seinem Bett, wobei er auf jeder der hölzernen Stufen laut klirrte und klapperte.
Der Zauberer fand die ganze Nacht lang keinen Schlaf, da der warzige alte Topf neben seinem Bett klapperte, und am nächsten Morgen bestand der Topf darauf, ihm zum Frühstückstisch hinterherzuhüpfen. Klirr, klirr, klirr, machte der Topf mit dem Messingfuß, und der Zauberer hatte seinen Haferbrei noch nicht einmal angrührt, als es abermals an der Tür klopfte.
Ein alter Mann stand davor.
»Meine alte Eselin, Herr«, sagte er. »Die hat sich verlaufen oder ist gestohlen worden, und ohne sie kann ich meine Ware nicht zum Markt bringen, und meine Familie wird heute Abend Hunger leiden.«
»Und ich bin jetzt hungrig!«, brüllte der Zauberer und schlug dem alten Mann die Tür vor der Nase zu.
Klirr, klirr, klirr, machte der einzelne Messingfuß des Kochtopfs auf dem Boden, doch nun vermischte sich sein Lärm mit Eselsgeschrei und dem Stöhnen von hungrigen Menschen, das aus den Tiefen des Topfes heraushallte.
»Bleib stehen. Sei still!«, kreischte der Zauberer, aber all seine magischen Kräfte konnten den warzigen Topf nicht zum Verstummen bringen, der ihm den ganzen Tag hüpfend auf den Fersen blieb und schrie und stöhnte und klirrte, wohin der Zauberer auch ging und was er auch tat.
An jenem Abend klopfte es ein drittes Mal an der Tür, und auf der Schwelle stand eine junge Frau, die schluchzte, als wollte ihr das Herz brechen.
»Mein kleines Kind ist schwer krank«, sagte sie. »Helft uns doch bitte! Euer Vater hieß mich kommen, wenn ich Sorgen hätte -«
Aber der Zauberer schlug ihr die Tür vor der Nase zu.
Und nun füllte sich der lästige Topf bis zum Rand mit salzigem Wasser und verschüttete Tränen über den ganzen Boden, während er hüpfte und schrie und stöhnte und ihm noch mehr Warzen wuchsen.
Obgleich für den Rest der Woche keine Dorfbewohner mehr kamen, um im Haus des Zauberers Hilfe zu suchen, kündete der Topf ihm von ihren zahlreichen Leiden. Nach wenigen Tagen schrie er nicht mehr nur und stöhnte und schwappte über und hüpfte und bekam Warzen, sondern er röchelte auch und würgte, weinte wie ein kleines Kind, winselte wie ein Hund und spie ranzigen Käse aus und saure Milch und eine Plage hungriger Schnecken.
Mit dem Topf an seiner Seite konnte der Zauberer nicht essen und nicht schlafen, dich der Topf wollte nicht weggehen, und der Zauberer konnte ihn nicht zu Schweigen bringen oder ihn zwingen stillzustehen.
Schließlich konnte es der Zauberer nicht mehr länger ertragen.
»Bringt all eure Kümmernisse, all eure Beschwerden und eure Leiden zu mir!«, schrie er und floh in die Nacht hinaus, während der Topf hinter ihm her den Weg zum Dorf entlanghüpfte. »Kommt! Ich will euch heilen, euch zusammenflicken und euch trösten! Ich habe den Kochtopf meines Vaters und ich werde euch gesund machen!«
Und während der widerliche Topf immer noch hinter ihm hersprang, rannte er die Straße entlang und schickte Zauber in alle Richtungen.
In einem Haus verschwanden die Warzen des kleinen Mädchens, während es schlief; die verirrte Eselin wurde von einem fernen dornigen Feld herbeigezaubert und sanft in ihrem Stall abgesetzt; der kranke Säugling wurde in Diptam getaucht und erwachte gesund und rosig. In jedem Haus, wo Krankheit und Sorge herrschte, tat der Zauberer sein Bestes, und mit der Zeit hörte der Kochtopf neben ihm auf zu stöhnen und zu würgen und wurde still, blank und sauber.
»Nun, Topf?«, fragte der zitternde Zauberer, als die Sonne allmählich aufging.
Der Topf spie mit einem Rülpser den einzelnen Pantoffel aus, den der Zauberer in ihn hineingeworfen hatte, und ließ es zu, dass er ihn über den Messingfuß zog. Gemeinsam machten sie sich wieder auf den Weg zum Haus des Zauberers, der Topf nun endlich gedämpften Schrittes. Doch von diesem Tag an half der Zauberer den Dorfbewohnern, wie es vor ihm sein Vater getan hatte, damit der Topf nicht seinen Pantoffel abwarf und abermals zu hüpfen begann.
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DER BRUNNEN DES WAHREN GLÜCKS

Beitrag von Admin am Di Mai 12, 2015 4:28 pm

Hoch auf einem Hügel in einem verzauberten Garten, umgaben von hohen Mauern und geschützt durch starke Magie, sprudelte der Brunnen des wahren Glücks.
Einmal im Jahr, im längsten Tag, zwischen der Stunde des Sonnenaufgangs und der des Sonnenuntergangs, bekam ein einziger Unglücklicher die Möglichkeit, sich bis zu dem Brunnen durchzukämpfen, in seinem Wasser zu baden und für immer wahres Glück zu empfangen.
Am festgesetzten Tag reisten Hunderte von Menschen aus dem ganzen Königreich herbei, um noch vor der Morgendämmerung zu den Mauern des Gartens zu gelangen. Männer und Frauen, Reich und Arm, Jung und Alt, mit magischer Kraft und ohne, alle versammelten sich in der Dunkelheit, ein jeder in der Hoffnung, derjenige zu sein, dem der Zugang zum Garten gewährt werde.
Drei Hexen, von denen jede ihre kummervolle Bürde zu tragen hatte, begegneten sich am Rand des Gedränges und erzählten einander von ihrem Leid, während sie auf den Sonnenuntergang warteten.
Die erste, mit Namen Asha, litt an einer Krankheit, der kein Heiler abhelfen konnte. Sie hoffte, dass der Brunnen sie von ihren Beschwerden befreien und ihr ein langes und glückliches Leben bescheren werde.
Der zweiten, mit Namen Altheda, hatte ein böser Zauberer ihr Haus, ihr Gold und ihren Zauberstab beraubt. Sie hoffte, dass der Brunnen sie von ihrer Ohnmacht und ihrer Armut erlösen werde.
Die dritte, mit Namen Amata, war von einem Mann verlassen worden, den sie innigst liebte, und glaubte, ihr Herz wäre auf ewig gebrochen. Sie hoffte, dass der Brunnen sie von ihrem Kummer und ihrer Sehnsucht erlösen werde.
Die drei Frauen bedauerten einander und verinbarten, dass sie sich, sollte ihnen das Glück widerfahren, zusammentun und versuchen würden, den Brunnen gemeinsam zu erreichen.
Der erste Sonnenstrahl riss den Himmel auf und in der Mauer öffnete sich ein Spalt. Die Menschenmasse schob sich vorwärts, und jeder Einzelne bekundete mit lautem Geschrei seinen Anspruch auf den Segen des Brunnens. Aus dem Garten hinter der Mauer krochen Schlingpflanzen durch die andrängende Menge und wanden sich um die erste Hexe, Asha. Sie packte die zweite Hexe, Altheda, am Handgelenk, die sich ihrerseits fest an den Umhang der dritten Hexe klammerte, Amata.
Und Amata verfing sich in der Rüstung eines Ritters, der trostlos aussah und auf einem knochendürren Pferd saß.
Die Schlingpflanzen zerrten die drei Hexen durch den Spalt in der Mauer, und der Ritter wurde von seinem Ross und hinter ihnen hergezogen.
Die wütenden Schreie der enttäuschten Menge stiegen in die Morgenluft empor und verstummten schließlich, als die Gartenmauern sich wieder versiegelten.
Asha und Altheda zürnten mit Amata, die versehentlich den Ritter mitgebracht hatte.
»Nur eine kann in dem Brunnen baden! Es wird schwer genug sein, zu entscheiden, welche von uns das sein soll, da brauchen wir nicht noch einen!«
Sir Luckless, wie der Ritter in dem Land draußen vor den Mauern genannt wurde, bemerkte nun, dass dies Hexen waren, und weil er weder magische Kräfte besaß noch sonderlich großes Talent im Lanzenstechen oder im Schwertkampf noch sonst irgendetwas, das den nichtmagischen Mann auszeichnete, war er sich sicher, dass für ihn keine Hoffnung bestand, die drei Frauen auf dem Weg zum Brunnen zu überflügeln. Er erklärte deshalb, dass er sich wieder nach draußen vor die Mauern zurückziehen wolle.
Da wurde Amata zornig.
»Feigling!«, schalt sie ihn. »Zieht Euer Schwert, Ritter, und helft uns, unser Ziel zu erreichen!«
Und so wagten sich die drei hexen und der traurige Ritter in den verzauberten Garten hinein, wo zu beiden Seiten der sonnenbeschienenen Wege seltene Kräuter, Früchte und Blumen in Hülle und Fülle wuchsen. Sie begegneten keinem Hindernis, bis sie den Rand des Hügels erreichten, auf dem der Brunnen stand.
Dort jedoch, um den Fuß des Hügels geschlungen, befand sich ein riesiger weißer Wurm, aufgebläht und blind. Als sie sich näherten, wandte er ihnen sein abscheuliches Gesicht zu und sprach die folgende Worte:

Gebt mir den Beweis eures Leids

Sir Luckless zog sein Schwert und versuchte das Ungeheuer zu töten, doch seine Klinge zerbrach. Darauf bewarf Altheda den Wurm mit Steinen, während Asha und Amata jeden Zauber ausprobierten, der ihn gefüg machen oder in einen tiefen Schlaf versetzen köntte, doch die Macht ihrer Zauberstäbe bewirkte nicht mehr als die Steine ihrer Freundin oder der Stahl des Ritters: Der Wurm ließ sie nicht vorbei.
Die Sonne stieg immer höher am Firmament, und in ihrer Verzweiflung begann Asha zu weinen.
Da legte der große Wurm sein Gesicht und ihres und trank die Tränen von ihren Wangen. Als sein Durst gestillt war, glitt der Wurm beiseite und verschwand in einem Loch in der Erde.
Hocherfreut über das Verschwinden des Wurms begannen die drei Hexen und der Ritter den Hügel zu erklimmen, davon überzeugt, dass sie den Brunnen vor dem Mittag erreichen würden. Auf halbem Weg den steilen Abhand hinauf stießen sie jedoch auf eine Inschrift, die in die Erde vor ihnen eingefurcht war.

Gebt mir die Früchte eurer Mühen

Sir Luckless zog seine einzige Münze hervor und legte sie auf den grasigen Hügel, aber sie kullerte davon und war verloren. Die drei Hexen und der Ritter setzten ihren Aufstieg fort, doch obwohl sie noch stundenlang weitergingen, kamen sie keinen Schritt voran; der Gipfel rückte nicht näher, und die Inschirft lag immer noch in der Erde vor ihnen.
Alle hatten den Mut verloren, als die Sonne über ihre Köpfe stieg und gegen den fernen Horizint zu sinken begann, doch Altheda schritt schneller und kräftiger aus als die anderen und ermahnte sie, ihrem Beispiel zu folgen, obgleich sie keinen Schritt weiter den verzauberten Hügel hinaufgelangte.
»Nur Mut, Freunde, und gebt nicht auf!«, rief sie und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
Als die Tropfen glitzernd zur Erde fielen, verschwand die Inschrift, dir ihren Weg versperrte, und sie sahen, dass sie weiter hinaufklettern konnten.
Voll Freude darüber, dass dieses zweite Hindernis beseitigt war, eilten sie, so schnell sie konnten, auf den Gipfel zu, bis sie endlich den Brunnen erblickten, der wie ein Kristall an einem idyllischen Platz zwischen Blumen und Bäumen glitzerte.
Ehe sie zu ihm gelangen konnten, kamen sie jedoch an einen Bach, der um die Hügelkuppe herumfloss und sie am Weitergehen hinderte. In den Tiefen des klaren Wassers lag ein glatter Stein, auf dem die Worte standen:

Gebt mir den Schatz eurer Vergangenheit

Sir Luckless wollte den Bach auf seinem Schild überqueren, doch der ging unter. Die drei hexen zogen ihn aus dem Wasser, dann versuchten sie selbst über das Flüsschen zu springen, doch es wollte sie nicht hinüberlassen, und währenddessen sank die Sonne immer tiefer am Himmel.
So fingen sie an, über die Bedeutung der steineren Botschaft nachzugrübeln, und Amata war die Erste, die sie verstand. Sie nahm ihren Zauberstab, zog alle Erinnerungen an glückliche Zeiten aus ihrem Kopf, die sie mit ihrem verschwundenen Liebhaber verbracht hatte, und warf sie in die reißende Strömung. Der Bach spülte sie davon, Trittsteine tauchten auf, und die drei Hexen und der Ritter konnten endlich zum Gipfel des Hügels weitergehen.
Der Brunnen schimmerte vor ihnen, inmitten von Kräutern und Blumen, die seltener und schöner waren als alle, die sie je gesehen hatten. Der Himmel brannte rubinrot, und es war an der Zeit, zu entscheiden, wer von ihnen das Bad nehmen sollte.
Ehe sie jedoch ihre Entscheidung treffen konnten, stürzte die zwarte Asha zu Boden. Erschöpft von ihrem mühseligen Weg hinauf zum Gipfel, war sie dem Sterben nahe.
Ihre drei Gefährten wollten sie schon zum Brunnen tragen, doch Asha litt Todesqualen und flehte, sie sollten sie nicht anrühren.
Da machte sich Altheda eilends daran, alle Kräuter zu pflücken, die ihr besonders viel versprechend erschienen, mischte sie in Sir Luckless' Wassergurde und flößte Asha den Trank ein.
Sogleich konnte Asha sich erheben. Und mehr noch, alle Anzeichen ihrer furchtbaren Krankheit waren verschwunden.
»Ich bin geheilt!«, rief sie. »Ich brauche den Brunnen nicht - lasst Altheda baden!«
Doch Altheda war damit beschäftigt, noch mehr Kräuter in ihrer Schürze zu sammeln.
»Wenn ich diese Krankheit heilen kann, dann werde ich reichlich Gild verdienen! Lasst Amata baden!«
Sir Luckless verneigte sich und winkte Amata zum Brunnen, doch sie schüttelte den Kopf. Der Bach hatte allen Schmerz über ihren Liebsten fortgeschwemmt, und sie sah jetzt, dass er grausam und treulos gewesen war und dass es nur Glück war, ihn los zu sein.
»Guter Herr, Ihr müsst baden, als Lohn für all Eure Ritterlichkeit!«, sprach sie zu Sir Luckless.
Also trat der Ritter in den letzen Strahlen der untergehenden Sonne klirrend vor und badete im Brunnen des wahren Glücks, erstaunt darüber, dass er der Auserwählte aus Hunderten war, und schwindelig ob seines unfassbaren Geschicks.
Als die Sonne am Horizont versank, stieg Sir Luckless im Glanz seines Triumphes aus dem Wasser und warf sich in seiner rostigen Rüstung Amata zu Füßen, der liebsten und schönsten Frau, die er je erblickt hatte. Erhitzt von seinem Erfolg, bar er um ihre hand und ihr Herz, und Amata, nicht weniger entzückt, erkannte, dass sie einen Mann gefunden hatte, der ihrer würdig war.
Die drei Hexen und der Ritter machten sich, Arm in Arm, gemeinsam auf den Weg den Hügel hinab, und alle vier lebten lange und glücklich, und keiner von ihnen erfuhr oder argwöhnte jemals, dass auf den Wassern des Brunnens gar kein Zauber lag.
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